Rasen kalken: Wann und warum?

Rasen kalken: Wann und warum?

Rasen kalken ist wichtig, wenn der Boden zu sauer ist. Die Nährstoffaufnahme ist dann gestört, das macht den Rasen anfällig für das Wachstum von Moos und Unkraut. Mit regelmäßigen Bodentests und der richtigen Kalkmenge kannst du den ph-Wert im Gleichgewicht halten. Der beste Zeitpunkt zum Kalken ist das Frühjahr oder der Herbst.

Warum den Rasen kalken?

Das Kalken des Rasens ist wichtig, um den pH-Wert des Bodens zu regulieren. Ein optimaler Wert liegt im Bereich von 6 bis 7. Wenn der Boden zu sauer ist (pH-Wert unter 6), dann können wichtige Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen werden. Das führt zu Problemen beim Rasenwachstum und fördert das Auftreten von Moos und Unkraut. Kalk hebt den pH-Wert wieder an und schafft so ideale Bedingungen für gesundes und widerstandsfähiges Gras.

Vorteile des Kalkens

  • Verbesserung der Nährstoffaufnahme: Ein ausgeglichener pH-Wert ermöglicht dem Rasen wichtige Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium wieder besser aufzunehmen.
  • Förderung des Wachstums: Gesundes Gras wächst dichter und kräftiger, was zu einem insgesamt schöneren Rasen führt.
  • Reduktion von Moos und Unkraut: Saure Böden begünstigen das Wachstum von Moos und bestimmten Unkräutern. Durch das Kalken wird deren Ausbreitung eingedämmt.
Siehe auch  Rasen bewässern: Wann und wie lange es am besten ist

Wann den Rasen kalken?

Der richtige Zeitpunkt zum Kalken des Rasens ist entscheidend, damit die Maßnahme auch Erfolg hat. Grundsätzlich solltest du den Boden mindestens einmal im Jahr testen, um den pH-Wert zu bestimmen. Dafür gibt es spezielle Bodentest-Sets zu kaufen. Ist er zu sauer, kannst du den Rasenkalk aufbringen.

Dann macht es Sinn:

  • Frühjahr: Der ideale Zeitpunkt zum Kalken ist das zeitige Frühjahr, bevor das Wachstum richtig einsetzt. Der Kalk hat dann genug Zeit, sich im Boden zu verteilen und den pH-Wert zu regulieren.
  • Herbst: Alternativ kannst du auch im Herbst kalken. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn der Rasen im Sommer – zum Beispiel durch lange Hitzephasen – stark beansprucht wurde und eine Regeneration benötigt.

Welche Schritte sind wichtig?

Beim Kalken des Rasens solltest du einige wichtige Schritte beachten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

  1. Bodentest durchführen: Zuerst bestimmst du den pH-Wert deines Bodens mit einem Bodentest-Set. Optimalerweise liegt der Wert zwischen 6 und 7. Wenn er niederiger ist, dann ist dein Boden zu sauer und das Kalken macht Sinn.
  2. Kalkmenge berechnen: Die richtige Kalkmenge richtet sich nach dem gemessenen pH-Wert des Bodens. Eine grobe Faustregel lautet: 150 bis 200 Gramm Kalk pro Quadratmeter bei sandigem Boden, Lehmböden benötigen etwa die doppelte Menge. Achte hier auf die Vorgaben des Herstellers!
  3. Kalk ausbringen: Verteile den Kalk auf jeden Fall gleichmäßig auf dem Rasen. Ein Streuwagen kann dabei hilfreich sein.
  4. Bewässerung: Nach dem Kalken solltest du den Rasen auf jeden Fall gut bewässern, damit das Mittel in den Boden gespült werden kann.
Siehe auch  Rasenpflege im Frühjahr: Das ist die richtige Reihenfolge

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